Wir müssen unsere Kinder besser vor Werbung schützen!

Kinderärzte, Wissenschaftler und AOK fordern Verbot von Kindermarketing für DickmacherEine Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Dr. Tobias Effertz der Universität Hamburg im Auftrag des AOK-Bundesverbandes, der DANK (Deutsche Allianz für nicht-übertragbare Krankheiten) und sechs weiteren medizinischen Fachgesellschaften und Organisationen hatte im vergangenen Jahr das Ausmaß der Lebensmittelwerbung in Deutschland gezeigt. Die Studie analysierte die Werbekontakte von Kindern zwischen drei und 13 Jahren für den Zeitraum März 2019 bis Februar 2020.

Die Fakten:

  • Kinder sehen pro Tag 15 Werbungen für ungesundes Essen.
  • Von Kindern gesehene Lebensmittelwerbung in TV und Internet ist zu 92% für Fast Food, Snacks und Süßes.

„Über 15-mal am Tag werden unsere Kinder von der Industrie dazu animiert, mehr Zucker, Salz und Fett zu essen“, kritisiert Professor Dr. Hans Hauner, Leiter des Else-Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin der TU München und Vorsitzender der Deutschen Diabetes Stiftung (DDS).

„Das macht alle Bemühungen um eine Erziehung zur gesunden Ernährung zunichte und darf nicht weiter toleriert werden. Diese Werbeaktivitäten in den digitalen Medien nehmen rasch zu und sind besonders wirksam.“ Zumal es Nachweise gebe, dass Werbung sogar stärker wirken kann als ein gutes Vorbild der Eltern.

Die Forderungen:

  • Die Forderungen: -Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel zwischen 6 und 23 Uhr für TV, Streaming und Radio.
  • Keine Plakatwerbung für ungesunde Lebensmittel im Umkreis einer 100-Meter-Bannmeile für Kitas, Schulen und Spielplätzen.

Link:

www.bwl.uni-hamburg.de/irdw/forschung.html

Autorin: Dr. Silja Schäfer